Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b (Lindenbuschring) 3. Änderung und Erweiterung - PDF Free Download (2022)

Transkript

1 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b (Lindenbuschring) 3. Änderung und Erweiterung Begründung gemäß 9 (8) BauGB

2 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 2 Inhaltsverzeichnis 1. Aufstellungsbeschluss, räumlicher Geltungsbereich, Aufstellungsanlass Aufstellungsbeschluss und räumlicher Geltungsbereich Erforderlichkeit der Planung Planungsvorgaben und Bestandssituation Flächennutzungsplan Bebauungsplanung Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken (Stadt + Handel, Dortmund, 2009) Verträglichkeitsanalyse für die Errichtung eines Nahversorgungsvorhabens in Borken Weseke Ergänzende Stellungnahmen zur Verträglichkeitsanalyse Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken Teilfortschreibung Nahversorgung in Weseke Situation außerhalb des Geltungsbereiches Situation innerhalb des Geltungsbereiches Städtebauliche Konzeption Änderungen Festsetzungen im Bebauungsplan Art der baulichen Nutzung Maß der baulichen Nutzung Bauweise Gestalterische Festsetzungen Auswirkungen der Planung Immissionsschutz Ver- und Entsorgung Belange des Denkmalschutzes Altlasten Kampfmittel Bodenordnung Flächengliederung Natur und Landschaft Umweltbericht Einleitung Kurzdarstellung des Inhaltes und wichtiger Ziele des Bauleitplans Darstellung der Ziele des Umweltschutzes Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen Bestandsaufnahme des derzeitigen Zustandes Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Planung Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung Geplante Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich Anderweitige Planungsmöglichkeiten Zusätzliche Angaben Beschreibung der Methodik und Hinweise auf Schwierigkeiten und Kenntnislücken Maßnahmen zur Überwachung (Monitoring) Zusammenfassung...47

3 Seite 3 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Anlagen: Anlage 1: Gestaltungsvorschriften Anlage 2: Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung Anlage 3: Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken, Stadt + Handel GbR, Juli 2009 Anlage 4: Verträglichkeitsanalyse für die Errichtung eines Nahversorgungsvorhabens in Borken-Weseke, Stadt + Handel GbR, Juli 2011 Anlage 5: Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken - Teilfortschreibung Nahversorgung Weseke, Stadt + Handel GbR, Juni 2012 Anlage 6: Ergänzende Stellungnahme zur Verträglichkeitsanalyse (Stadt + Handel GbR, Juli 2012) Anlage 7: Teilfortschreibung Nahversorgung Weseke - städtebaulich- funktionale und entwicklungsbezogene Begründung und Abgrenzung des NVZ Borken-Weseke, Stadt + Handel GbR, März 2013 Anlage 8: Schalltechnische Untersuchung zum Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung (Wenker & Gesing, 2012) Anlage 9: Bodenuntersuchung zum Neubau eines Discounter-Marktes in Weseke (Wessling, 2011)

4 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 4 1. Aufstellungsbeschluss, räumlicher Geltungsbereich, Aufstellungsanlass 1.1 Aufstellungsbeschluss und räumlicher Geltungsbereich ( 2 Abs. 1 u. 9 Absatz 7 BauGB) Der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Borken hat in seiner Sitzung am 14. Juli 2010 gemäß 2 Abs. 1 BauGB beschlossen, den Bebauungsplan WE 8b (Lindenbuschring) zu ändern (3. Änderung) und den Geltungsbereich in östliche Richtung zu erweitern. Die 3. Änderung und Erweiterung umfasst den gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplanes, dieser ist in der Planzeichnung festgesetzt. Im Einzelnen werden folgende Grundstücke erfasst: In der Gemarkung Weseke: Flur 5 Flurstücke: 309, 476, 810, 1241, 1242, 1290, 1295, 1296, 1331, 1332, 1358, 1359, 1360, 1361, 1422, 1451 sowie folgende Flurstücke teilweise: 1224, 1450 Flur 6 Flurstücke: 99, 100, 101, 102, 221, 368, 885, 889, 935, 942, 943, 944, 945, 946, 949, 950, 951, 975, 1009, 1057, 1059, 1060, 1061, 1082, 1099, 1103, 1104, 1105, 1108, 1111, 1121, 1122, 1125, 1138, 1139, 1140, 1141, 1145, 1146, 1148, 1149, 1158, 1159, 1160, 1161, 1162, 1163, 1164, 1183, 1184, 1185, 1186, 1187, 1198, 1199, 1200, 1201, 1202, 1203, 1205, 1206, 1207, 1208, 1232, 1233, 1234, 1235, 1236, 1239, 1242, 1243, 1245, 1251, 2018, 2019 sowie folgende Flurstücke teilweise: 395, 999, 1002, 1275 Flur 10 Flurstücke: 74 Flur 11 Flurstücke: 34, 35, 36, 43, 44, 45, 78, 165 Mit der Erweiterung des Bebauungsplanes WE 8b ist eine Überplanung von Flächen aus dem östlich angrenzenden Bebauungsplan WE 10 (Industriegebiet) verbunden. Folgende Flurstücke sind davon betroffen: Gemarkung Weseke, Flur 11, Flurstücke 34, 35, 36, 45, 78. Mit dem Inkrafttreten der 3. Änderung wird der Bebauungsplan WE 10 (Industriegebiet) aufgehoben, und zwar insoweit, wie eine Überlagerung des Geltungsbereiches des Planes mit dem Geltungsbereich des Bebauungsplanes WE 8b (Lindenbuschring) vorliegt. Die Plandarstellung basiert auf dem Katasterstand von Januar Aufgrund des Alters der Planzeichnung des Bebauungsplans aus dem Jahr 1996 erfolgt eine digitale Neuzeichnung auf der aktuellen Katastergrundlage. Geringfügige Flächenabweichungen sind hierdurch zu erklären.

5 Seite 5 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung 1.2 Erforderlichkeit der Planung ( 1 Abs. 3 BauGB) Nach 1 Abs. 3 des Baugesetzbuchs (BauGB) sind Bauleitpläne aufzustellen, sobald und soweit diese für die städtebauliche Nutzung und Ordnung in einer Kommune erforderlich sind. Die vorliegende Planung ist erforderlich, um die angestrebte und die vorhandene Bebauung ordnungsgemäß verwirklichen sowie die darin etablierten bzw. anzusiedelnden Nutzungen betreiben zu können. Der Bebauungsplan WE 8b (Lindenbuschring) wurde 1996 aufgestellt und zwischenzeitlich zweimal geändert. Östlich des Ortskerns von Weseke waren bis vor einigen Jahren noch mehrere gewerbliche Betriebe angesiedelt. Eine Entwicklung von versorgungsrelevanten Einrichtungen fand in diesem Bereich daher nur sehr untergeordnet statt. Bedingt durch den weitreichenden Strukturwandel im westlichen Münsterland kam es zur Aufgabe einiger gewerblicher Nutzungen. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes wurde die Grundlage für die erforderliche Neuordnung geschaffen. Diese Neuordnung ist bis heute nur teilweise umgesetzt worden. Aktuelle Entwicklungen erfordern wiederum entsprechendes Planungsrecht. Daher ist das Ziel der Bebauungsplanänderung, die planungsrechtlichen Grundlagen im auszubauenden Nahversorgungszentrum Borken-Weseke langfristig und zukunftsgerecht - unter Berücksichtigung der vorhandenen Märkte - zu schaffen. Mit Verfolgung dieses Zieles soll die Lebensqualität der Weseker Bevölkerung erhalten und gestärkt werden. Die Vor-Ort-Versorgung im ländlichen Raum kommt nicht nur vor dem Hintergrund des demographischen Wandels eine besondere Bedeutung zu. Mit möglichst großer Berücksichtigung der kleinteiligen Strukturen in Weseke sind auch die gesamtstädtischen Verhältnisse zu berücksichtigen. Im Rahmen dieser soll der Ortsteil Weseke als Nebenzentrum etabliert werden. Eine ortsnahe Versorgung der Weseker Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs ist nicht nur unter dem Aspekt der Daseinsvorsorge zu sehen, sondern auch auf eine - gesamtstädtisch betrachtet verkehrsvermeidende Raumstruktur. Diese leistet insgesamt auch einen Beitrag zum Klimaschutzziel. Im Rahmen zahlreicher Sitzungen des Umwelt- und Planungsausschusses, des Hauptausschusses und des Rates der Stadt Borken zwischen Januar 2010 und Mai 2012 wurde über die aktuellen Entwicklungen des Einzelhandels und im Speziellen über Standortalternativen für Nahversorgungsvorhaben in Weseke beraten. Zudem fand bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Planung unter großer Beteiligung der ortsansässigen Bevölkerung (ca. 350 Bürgerinnen und Bürger) am eine Informationsveranstaltung / ein Bürgerforum zum Thema Nahversorgung und Ansiedlung eines Altenpflegeheims in Weseke statt. In Weseke wurden seinerzeit folgende Entwicklungen diskutiert: Erweiterung eines REWE-Lebensmittelmarktes an der Borkenwirther Straße von 450 auf mindestens 800 qm Verkaufsfläche (VKF), Erweiterung eines K+K-Lebensmittelmarktes, auf eine VKF von ca qm, Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums östlich der Holthausener Straße (im Bereich des derzeitigen Raiffeisenmarktes) mit einem Lebensmittelmarkt inklusive eines Backshops (VKF qm), einem Lebensmittel-Discounter (VKF 900 qm) und einem Textilmarkt (VKF 550 qm). Auf der dazwischen liegenden Gewerbebrache der ehemaligen Schuhfabrik Markers/ Dues soll eine Seniorenwohnanlage ( Seniorenresidenz ) mit 50 Pflegeplätzen errichtet werden.

6 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 6 Übersicht Planungsalternativen Mit Planungsstand vom teilt der Projektentwickler des Nahversorgungszentrums mit, dass der Betreiber der Fa. KiK aufgrund der langfristigen Bauleitplanung und geänderter Marktumfeldbedingungen eine Verlängerung des Mietvertrages (Vorvertrag) endgültig ablehnt. Die Ansiedlung des Textilfachmarktes entfällt somit. Es bleiben die Ansiedlungsabsichten für einen Lebensmittel-Vollsortimenter und einem Lebensmittel-Discounter (Betreiber Firmen Klaas+Kock und Netto). Die vorgenannten Verkaufsflächen ändern sich wie folgt: SO Vollsortiment: Verkaufsfläche 1.350qm (+150qm im Vergleich zu vorherigen Angaben) SO Discount: Verkaufsfläche 870qm (-30qm im Vergleich zu vorherigen Angaben) SO Textil: entfällt (-550qm im Vergleich zu vorherigen Angaben) Die Verkaufsfläche reduziert sich hierbei entgegen der Ursprungsplanung von 2.650qm auf 2.220qm. Die städtebauliche Erforderlichkeit der Aufstellung des Bebauungsplans gemäß 1 Abs. 3 BauGB ist dabei in vollem Umfang gegeben: Ohne eine förmliche Bauleitplanung würde der Bereich des Raiffeisen-Geländes nicht in einem Gebiet gelegen sein, das eine für die Festsetzung von großflächigem Einzelhandel zureichende Regelung bezüglich eines Kerngebietes oder einer gesondert festgesetzten Fläche nach 11 Abs. 3 der Baunutzungsforderung (BauNVO) aufweist. Selbst wenn der bisherige Bebauungsplan, der bislang für das Gebiet gilt,

7 Seite 7 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung nicht wirksam wäre was vorliegend nicht angenommen wird, würde die betreffende Fläche dann in einem unbeplanten Innenbereich liegen, innerhalb dessen die Zulässigkeit von Vorhaben nach den Maßstäben des 34 BauGB zu bemessen und damit die Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel gleichwohl unzulässig wäre. Zum anderen ist es zur Sicherung einer nachhaltigen Einzelhandelsentwicklung im Ortsteil Weseke zwingend erforderlich, die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten für den Standort Raiffeisenfläche städtebaurechtlich auf ein noch zentrenverträgliches Maß zu begrenzen. Hierzu sollen sortimentsbezogene Obergrenzen für zulässige Verkaufsflächen innerhalb einer großflächigen Einzelhandelsagglomeration in einem Bebauungsplan allgemeinverbindlich und rechtssicher festgesetzt werden. Die Plangeberin als Ortsgesetzgeberin ist nach Maßgabe des 1 Abs. 3 BauGB zudem auch berechtigt, eine Konzeption für eine gegenüber früheren Planungen für ein Gewerbegebiet jetzt vollkommen neue Bebauung im Plangebiet zu entwickeln. Sie ist nicht darauf beschränkt, früher bestehende oder zuvor zulässig gewesene Nutzungen ausschließlich festzuschreiben. Insbesondere kann städtebaurechtlich bei einem entsprechenden Ergebnis der Abwägung eine Neubebauung des Plangebietes durchaus Gegenstand der Planung sein. Sie ist nicht an etwa vorhandene bauliche Grundstücksgrenzen, Baufluchten sowie Nutzungen usw. gebunden. Auf die ansonsten dabei zu beachtenden Gesichtspunkte wird gesondert an anderer Stelle noch ausführlich eingegangen. Die nach 1 Abs. 3 BauGB für einen Bebauungsplan erforderliche städtebauliche Rechtfertigung ist angesichts der konkret von der Stadt Borken verfolgten, vorstehend bereits benannten Ziele gegeben. Was im Sinne der v.g. Vorschrift insoweit erforderlich ist, bestimmt sich nach der jeweiligen planerischen Konzeption der Kommune. Im Sinne des 1 Abs. 3 BauGB nicht erforderlich wären nur solche Bauleitpläne, die einer positiven Planungskonzeption entbehren und ersichtlich der Förderung von Zielen dienen, für deren Verwirklichung die Planungsinstrumente des Baugesetzbuches nicht bestimmt sind (vgl. dazu ausführlich und rechtsgrundsätzlich: BVerwG, Urteil vom 11. Mai BN , Zeitschrift für Baurecht (ZfBR) 1999, S. 279). Hier ist keinesfalls anzunehmen, dass die Planung, die Errichtung und der Betrieb des Einzelhandelsvorhabens, das auf dem Raiffeisengelände vorgegeben ist, ausschließlich etwa dazu dienen würden, die privaten Interessen eines einzelnen Investors oder mehrerer Investoren zu bedienen. Die mit dem Bebauungsplan ausdrücklich verfolgten Anliegen der städtebaulichen Steuerung des Einzelhandelsstandorts sind beachtliche und vorrangige städtebauliche Belange, welche die Planung im Sinne des 1 Abs. 3 BauGB rechtfertigen. Soweit dabei neben der vorstehend beschriebenen allgemeinen städtebaulichen Zielsetzung der Stadt Borken auch private Interessen und Wünsche der hier an der Planung interessierten Privaten in die Planung eingeflossen sind, stellt das die Planrechtfertigung nicht in Frage, wie etwa das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW) zu einer insoweit ähnlichen Konstellation rechtsgrundsätzlich u.a. in seinem Urteil vom 7. Dezember a D 60/99.NE, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht Rechtsprechungs-Report (NVwZ-RR) 2001, S. 635 ff. ("Preußenpark") entschieden hat (vgl. ähnlich auch: OVG NRW, Urteil vom 20.

8 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 8 März a D 54/99.NE und vom 4. Juni a D 46/02.NE -) Es führt in einem derartigen Zusammenhang mit großer Deutlichkeit u.a. aus: "Welche städtebaulichen Ziele die Gemeinde sich setzt, liegt in ihrem planerischen Ermessen. Der Gesetzgeber ermächtigt sie, die Städtebaupolitik zu betreiben, die ihren städtebaulichen Ordnungsvorstellungen entspricht. [...] Die städtebauliche Steuerungsfunktion der gemeindlichen Bauleitplanung wird selbstverständlich auch durch die Interessen privater Investoren beeinflusst, denn die gemeindliche Bauleitplanung vollzieht sich nicht abstrakt im freien Raum. So kann die Gemeinde Bauwünsche, die mit dem bestehenden Baurecht nicht vereinbar sind, zum Anlass nehmen, durch ihre Bauleitplanung entsprechende Baurechte zu schaffen. [...] Es ist unbeachtlich, wer das Bebauungsplanverfahren angestoßen hat und welche Motive letztlich Veranlassung gegeben haben, in die Prüfung einzutreten, ob es mit der gemeindlichen Stadtpolitik in Übereinstimmung steht, die Vorhaben umzusetzen, die der Bebauungsplan ermöglicht. [...] Maßgebend ist vielmehr das Ergebnis des Bebauungsplanverfahrens: Der als Satzung beschlossene Bebauungsplan muss den Zielvorstellungen der Gemeinde entsprechen, die sie für die Bebauungsplanung anführt. [...] " 2. Planungsvorgaben und Bestandssituation 2.1 Flächennutzungsplan (gem. 8 Abs. 2 BauGB) Im derzeit wirksamen Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Borken (Stand 29. Änderung, 2012) wird der Änderungs- bzw. Erweiterungsbereich wie folgt dargestellt: westlicher Teil: Gemischte Bauflächen östlicher Teilbereich: Gewerbliche Bauflächen Wie bereits unter Pkt. 1 erläutert, erfordern die beabsichtigten Nutzungen großflächiger Einzelhandel eine geänderte Darstellung des Flächennutzungsplanes, der parallel geändert wird (28. Änderung). 2.2 Bebauungsplanung Die 3. Änderung betrifft den gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplanes WE 8b (Lindenbuschring) mit Stand der 2. Änderung aus dem Jahr Der Bereich, um den der vorliegende Bebauungsplan erweitert werden soll, liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes WE 10 (Industriegebiet), mit Stand der 1. Änderung aus dem Jahr Die Flächen im WE 10 sind derzeit als Gewerbegebiete festgesetzt. 2.3 Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken (Stadt + Handel, Dortmund, 2009) Im Rahmen der Aufstellung des Einzelhandelsgutachtens für die Stadt Borken sind im Ortskern von Weseke mehrere Möglichkeiten zur Darstellung von großflächigen Einzelhandelsstandorten diskutiert worden. In Weseke ist die Festlegung des Zentralen Versorgungsbereiches (ZVB) bzw. die Entwicklung eines Nahversorgungsbereiches (NVZ) als Nebenzentrum in Borken Weseke bewusst auf die vorhandenen Einzelhandelsbetriebe beschränkt worden.

9 Seite 9 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Dieses wurde vor dem Hintergrund vorgenommen, um entsprechende Optionen für künftige Entwicklungen offen zu halten. Bei der Abgrenzung des ZVB und im Rahmen der Zielformulierung für die weitere Entwicklung des Nahversorgungszentrums Weseke wurden entsprechende Kriterien zugrunde gelegt, die im Rahmen anstehender Planungsschritte abgeprüft werden müssen. Bei dem Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken von 2009 handelt es sich gemäß 1 Abs. 11 BauGB um ein vom Rat der Stadt Borken beschlossenes städtebauliches Entwicklungskonzept. Abgrenzung des Zentralen Versorgungsbereiches Weseke (Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken, Stadt + Handel, Dortmund, 2009, S. 97) In diesem ist seinerzeit für den Fall von flächigen Einzelhandelsentwicklungen folgende Vorgehensweise festgelegt worden (vgl. Anlage 3, S. 97f): Sofern innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches nachweislich keine geeigneten Flächen zur Verfügung gestellt werden können, können Entwicklungsflächen für die Ansiedlung eines einzelhandelsbasierten Vorhabens, wenn es außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches aber in unmittelbarer räumlicher Nähe liegt, in den zentralen Versorgungsbereich aufgenommen werden. Dies ist an eine intensive Einzelfallprüfung geknüpft, welche mindestens folgende Prüfungskriterien beinhalten sollte: Für das Einzelhandelsvorhaben stehen im zentralen Versorgungsbereich nachweislich keine Entwicklungsflächen zur Verfügung. Das Einzelhandelsvorhaben ist bezüglich der Einzelhandelsstruktur im zentralen Versorgungsbereich funktional abgestimmt (sowohl sortiments- als auch verkaufsflächenbezogen) und ergänzt/ arrondiert das Angebot im zentralen Versorgungsbereich. Die kleinteiligen und durchmischten Strukturen im gewachsenen zentralen Versorgungsbereich dürfen nicht gefährdet werden. Daher wird zur Fortent-

10 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 10 wicklung der Fokus auf aktuell fehlende Fachmarkttypen in Ergänzung zum kleinteiligen Einzelhandel oder Dienstleistungsbereich empfohlen. Insgesamt sollte eine Weiterentwicklung eine angemessene Dimensionierung umfassen, welche sich in die Strukturen des Zentrums einfügen und der Versorgung des Stadtteils entsprechen. Die Entwicklungsfläche steht in einem unmittelbaren, fußläufig erlebbaren und städtebaulich-funktionalen Zusammenhang mit dem zentralen Versorgungsbereich. Die Erweiterung entspricht einer stadtentwicklungspolitisch abgewogenen Fortentwicklung des zentralen Versorgungsbereichs (als Ganzes) und ist abgestimmt mit den gesamtstädtischen Leitsätzen zu verkaufs-, standorts- und sortimentsbezogenen Fortentwicklung der Borkener Einzelhandelsstruktur. 2.4 Verträglichkeitsanalyse für die Errichtung eines Nahversorgungsvorhabens in Borken-Weseke Die geforderten Nachweise zur städtebaulichen Verträglichkeit des Nahversorgungsvorhabens wurden in der vom Büro Stadt + Handel, Dortmund erstellten Verträglichkeitsanalyse erbracht. Das genannte Gutachten kommt zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass eine Verträglichkeit für das Nahversorgungsvorhaben außerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches von Weseke gegeben ist, wobei mögliche Entwicklungsalternativen innerhalb dieses Bereiches zu präferieren und vorab zu prüfen sind. Das Gutachten kommt zu folgenden Empfehlungen (vgl. Anlage 4): Zusammenfassung und Empfehlungen Die geplante Errichtung einer Fachmarktagglomeration im Kreuzungsbereich von Benningsweg und Holthausener Straße in Borken-Weseke wurde hinsichtlich der Korrespondenz mit den Zielen des Einzelhandel- und Zentrenkonzeptes der Stadt Borken geprüft sowie szenarienhaft anhand der absatzwirtschaftlichen und städtebaulichen Auswirkungen auf den zentralen Versorgungsbereich des Ortsteils Weseke untersucht. Zunächst kann festgehalten werden, dass die Entwicklungen in Weseke auch unter Berücksichtigung einer Lebensmittelnachnutzung des jetzigen K+K Standortes sowie der potenziellen Ausschöpfung bestehender Baurechte (K+K Immobilie, REWE Höltervenhoff) nicht zu negativen Auswirkungen auf die Nachbarkommunen oder Zentren- und Nahversorgungsstrukturen in sonstigen Stadtteilen in Borken führen wird. Durch Analogien hinsichtlich Betriebstypus, Warenangebot und Zielgruppe ist davon auszugehen, dass ein neu am Standort Weseke etablierter Supermarkt in direkter Konkurrenz insbesondere zu den in Weseke bestehenden Anbietern im Lebensmitteleinzelhandel steht und Kaufkraft von außerhalb generiert werden könnte (Ausnahme Lebensmitteldiscounter). Die in diesem Maximalszenario möglichen Angebote würden also kaum über den Stadtteil hinauswirken können. Da das Entwicklungspotential in Weseke gleichwohl insgesamt begrenzt ist, ist im Umkehrschluss eine vollumfängliche Realisierung aller aktuell angedachten/ baurechtlich möglichen Flächen für Lebensmitteleinzelhandel wirtschaftlich nicht realistisch.

11 Seite 11 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Zwischenfazit I: Alle untersuchten Varianten sind als städtebaulich verträglich im Hinblick auf Nachbarkommunen und benachbarten Borkener Stadtteile zu bewerten. Bewertung Variante 3 (Schaffung von Flächen für einen Lebensmitteldiscounter im Zentrum): Sofern innerhalb oder im direkten Kontext zum zentralen Versorgungsbereich Flächenstrukturen für einen LM-Discounter geschaffen werden könnten und dort absehbar auch ein Lebensmitteldiscounter realisiert werden kann, wäre diese Option im Zusammenspiel mit der Erweiterung der bestehenden Lebensmittelvollsortimenter eindeutig zu präferieren. Nach Kenntnisstand von Stadt + Handel bestehen aktuell solche Bemühungen. Diese Bemühungen sind begrüßenswert und im Kontext des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Borken der idealtypische Weg. Die Wahrscheinlichkeit einer mittelfristigen Umsetzbarkeit sollte aber in die Gesamtabwägung mit einbezogen werden. Eine Bewertung der Wahrscheinlichkeit ist gutachterlicherseits nicht mit hinreichender Bestimmtheit möglich. Sofern diese Entwicklungsvariante angesichts aktueller Entwicklung realistisch erscheint, sollte auf das Planvorhaben auf der Raiffeisenfläche gänzlich verzichtet werden. In diesem Falle wäre auch eine lebensmittelbezogene Nachnutzung der jetzigen K+K Immobilie als wahrscheinlich zu bewerten. Bewertung der Variante 2 (Realisierung der baurechtlich möglichen Flächenentwicklungen K+K Immobilie und REWE Höltervenhoff) Im Zusammenhang mit Variante 1 wäre demnach auch die Variante 2 zu befürworten: Die Zielstellungen zum Zentrenschutz und zur Reduktion von Kaufkraftabflüssen würden konzeptgetreu erfüllt. Diese potenziellen Erweiterungen K+K, REWE werden sich bei einer Vorhabenrealisierung im Bereich der Raiffeisen-Fläche allerdings nicht oder allenfalls partiell einstellen. Sofern die Baurechte mit einer zusätzlich möglichen Verkaufsfläche von rd. 700 qm VKF in Weseke ausgeschöpft würden, wäre das Marktpotential im Bereich des Lebensmittelvollsortiments aus Sicht von Stadt + Handel nahezu vollumfänglich ausgeschöpft. Positiv wäre eine komplette Bindung der Kaufkraft innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches zu bewerten. Damit einher gehen üblicherweise erhöhte Frequenzen, von denen auch die kleinteiligen Bestandsstrukturen profitieren dürften. Die Zielstellung des Einzelhandelskonzepts würde in diesem Aspekt erreicht. Sofern sich allerdings Variante 1 (Ansiedlung Lebensmitteldiscounter im ZVB) als nicht realistisch herausstellt, löst dieses Szenario nicht die Defizite im Bereich Lebensmitteldiscountsegment. Die Szenarien 1 und 2 sind demnach durchaus in Verbindung miteinander zu betrachten. Zwischenfazit II: Sofern die diskutierten Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des ZVB eine absehbar realistische Option darstellen, sollte auf das Planvorhaben auf der Raiffeisen-Fläche gänzlich verzichtet werden. Im Hinblick auf die

12 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 12 Rückbindungsmöglichkeit von abfließender Kaufkraft ist insbesondere Variante 1 von hoher Relevanz. Sofern die zuvor beschriebenen Entwicklungswege seitens der Stadt Borken als mittelfristig nicht realisierbar eingestuft werden, kann das in Rede stehende Vorhaben auf der Raiffeisen-Fläche wie folgt bewertet werden: der Vorhabenstandort befindet sich in einer städtebaulich integrierten Lage, in einer Entfernung von rd. 200 bis 300 Meter zu den Geschäftslagen an der Hauptstraße sowie rd. 100 Meter vom östlichen Betrieb des potentiellen Nebenzentrums Weseke. Der Vorhabenstandort ist aufgrund der Ortsrandlage und der Entfernung zum ZVB aus Sicht von Stadt + Handel nicht als Teil des zentralen Versorgungsbereiches zu bezeichnen und zu entwickeln. Aufgrund der großen räumlichen Distanz zum potentiellen Nebenzentrum Weseke ergeben sich nur bedingt positive Synergieeffekte mit den bereits vor Ort ansässigen Einzelhändlern. Die Entwicklungsmöglichkeiten für entsprechende Angebote im Weseker Ortskern würden geschmälert. Der geplante Vollsortimenter führt zu einer nachhaltigen Neugliederung der Nahversorgungsstrukturen in Weseke. Neben dem geplanten Vollsortimenter wäre zukünftig voraussichtlich max. ein weiterer Vollsortimenter in Weseke wirtschaftlich lebensfähig. Insofern korrespondiert das Vorhaben nicht mit den standortbezogenen Zielen zur Zentrenentwicklung der Stadt Borken (gemäß EHK, 2009), die eine Weiterentwicklung innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches vorsehen. Gleichzeitig entspricht das Vorhaben in Teilen den vor allem absatzwirtschaftlichen ortsteilbezogenen Empfehlungen des Einzelhandelskonzeptes, da es bisher fehlende Bedarfe abdecken kann. Diese positiven Aspekte können im Rahmen einer vollumfänglichen Abwägung Berücksichtigung finden. Es wäre allerdings eine Änderung des Einzelhandelskonzeptes für den Stadtteil Weseke erforderlich, da von der prioritären Empfehlung, zusätzliche Versorgungsangebote in oder im direkten Annex zum ZVB anzusiedeln mehr als unwesentlich abgewichen würde. Durch das Vorhaben kann die Vielfalt an Betriebstypen in Weseke gesteigert und somit auch ein Teil der bislang abfließenden Kaufkraft im Ort gebunden werden. Dis trägt zur Erhöhung der Zentralität des Ortes bei. Insbesondere der Lebensmitteldiscounter trägt maßgeblich zur Steigerung der Angebotsvielfalt des Ortsteils Weseke im kurzfristigen Bedarfsbereich bei. Dementsprechend führt er zu einer Verringerung des Kaufkraftabflusses (rd. 2,1 bis 2,6 Mio. Euro) und somit zur Erhöhung der Zentralität auf Ebene des Ortsteils. Der Lebensmitteldiscounter führt in der Solitärbetrachtung zu allenfalls geringen Umsatzverteilungen in Weseke. Im Hinblick auf den Lebensmitteldiscounter ist festzustellen, dass auch bei dem geplanten Standort außerhalb des ZVB positive Effekte für die Angebotsstrukturen im Zentrum zu erwarten wären. Der geplante Vollsortimenter kann unter den Stadt + Handel bekannten und in den bisherigen Gesprächen geäußerten Aussagen der Stadt/ des Investors/ der Betreiber ein wichtiger Pfeiler bei der Entwicklung des Planvorhabens

13 Seite 13 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung sein. Insofern sind die genannten positiven Effekte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit an die Errichtung des Vollsortimenters geknüpft. Zwischenfazit III: Sofern sich die diskutierten Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des ZVB absehbar als nicht realisierbar darstellen, kann das Entwicklungsvorhaben auf der Raiffeisen-Fläche eine insbesondere im Hinblick auf das Rückbindungspotenzial aktuell abfließender Kaufkraft sinnvolle Option darstellen, die zwar zu einer nachhaltigen Verschiebung der nahversorgungsrelevanten Strukturen in Weseke führen würde, den Ortskern allerdings, zumindest im Bestand (Entwicklungsmöglichkeiten würden gleichwohl geschmälert), nicht nennenswert beeinträchtigen würde. Da die Lageanforderungen gemäß Einzelhandelskonzept nicht erfüllt sind, wäre eine Änderung des Einzelhandelskonzepts erforderlich. Abschließende Empfehlungen Grundsätzlich ist eine endogene Entwicklung des ZVB zu priorisieren. Stadt + Handel empfiehlt, potenzielle Wege (Variante 1 und 2) gründlich in enger Abstimmung mit den Wesekern Akteuren zu prüfen und hier nicht ausschließlich kurzfristige Beweggründe in die Abwägung einzustellen. Eine Vorhabenrealisierung sollte erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn die in Rede stehenden Erweiterungs- und Flächenumstrukturierungsoptionen im Ortskern absehbar nicht realisiert und/ oder mit Lebensmittelangeboten genutzt werden. In diesem Falle sei darauf hingewiesen, dass das Vorhaben hinsichtlich der vorgenannten Dimensionierung den Vorgaben des Einzelhandelskonzeptes und den Anforderungen gemäß 11 Abs. 3 BauNVO und des 2 Abs. 2 BauGB entspricht und keine negativen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche und Nahversorgungsstrukturen zu erwarten sind. Die Lageanforderungen gemäß Einzelhandelskonzept nicht erfüllt sind und demnach eine Änderung des Einzelhandelskonzeptes erforderlich ist. Das Vorhaben könnte als Nahversorgungsstandort Weseke ausgewiesen werden. In der Konsequenz müsste die Zielperspektive, den ZVB Weseke zum Nebenzentrum weiterzuentwickeln, überdacht werden. Ein perspektivischer Beibehalt als Nahversorgungszentrum wäre dann empfehlenswert. 2.5 Ergänzende Stellungnahmen zur Verträglichkeitsanalyse Eine ergänzende Stellungnahme, in der die geänderten / geplanten Verkaufsflächen des Nahversorgungsvorhabens auf der Raiffeisen-Fläche zugrunde gelegt werden, kommt zusammenfassend zu folgendem Ergebnis: Insgesamt wird die Verträglichkeit bzw. die Auswirkungen des Vorhabens auf den Bestand, die durch die Verkaufsflächenerweiterung des Vollsortimenters auf insgesamt qm zu erwarten sind, festgestellt. Voraussetzung für eine Verträglichkeit ist allerdings eine Feinsteuerung der VKF-Anteile. Demnach sind im Bebauungsplan den einzelnen Sortimenten entsprechende Maximal-VKF zuzuordnen: Beibehaltung der vorgesehenen Gesamtverkaufsfläche von m² VKF, bei anteilig höchstens m² Verkaufsfläche für das Sortiment Nahrungs- und Genussmittel, wobei davon mindestens 250 m² VKF für das Sortiment Getränke vorbehalten

14 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 14 sein müssen. Bei Begrenzung der Verkaufsfläche für das Sortiment Nahrungs- und Genussmittel und einem gleichzeitig größeren Anteil für Getränke wären trotz der insgesamt größeren Verkaufsfläche ähnliche Auswirkungen wie in der ersten Verträglichkeitsuntersuchung zu erwarten und somit eine verträgliche Dimensionierung gewährleistet. Während ein klassischer Vollsortimenter etwa einen Getränkeanteil von rd. 10 % der Gesamtverkaufsfläche aufweist, würde der Anteil in dieser Variante auf knapp 20 % erhöht. Im Sortimentsbereich Getränke werden üblicherweise deutlich geringere Flächenproduktivitäten ( Euro/ m²) als im Bereich Lebensmittel erwirtschaftet. Insofern würde sich der Gesamtumsatz in dieser Variante gegenüber dem ursprünglichen Flächenkonzept (gemäß Verträglichkeitsuntersuchung 2011) um 0,2 bis 0,3 Mio. Euro erhöhen. Dementsprechend würden sich auch die Umsatzumverteilungen bezogen auf den zentralen Versorgungsbereich Borken-Weseke und den Rewe-Markt gegenüber der ursprünglichen Verträglichkeitsanalyse nur leicht erhöhen (14 24%) (vgl. Anlage 6). In einer weiteren ergänzenden Stellungnahme des Büros Stadt+Handel vom wird die Feinsteuerung der Sortimente bzw. der Verkaufsfläche auf Grundlage der Stellungnahme der IHK geändert: Die Festsetzungen des Bebauungsplans sollen gemäß der Anregung der IHK geändert werden. Folgende Festsetzung wird nunmehr angestrebt: SO 1 GF: 1910 qm VKF: max qm davon: min. 250 qm Getränke max. 800 qm Nahrungs- und Genussmittel 100 qm Backshop 200 qm Neben- und Randsortimente (ohne Lebensmittel und Getränke), davon max. 135 m² zentrenrelevante RS (gemäß Borkener Sortimentsliste) Diese Festsetzung entspricht hinsichtlich der festgesetzten Hauptsortimente (Lebensmittel und Getränke) den entsprechenden gutachterlichen Verträglichkeitsuntersuchungen (Verträglichkeitsanalyse für die Errichtung eines Nahversorgungsvorhabens in Borken-Weseke, Stadt + Handel 2011 und die ebd. Aktualisierung, Stadt + Handel 2012). Für die verbleibenden 200 m² VKF ist von einem supermarktüblichen Flächenprogramm auszugehen. Dies impliziert zum einen übliche (gemäß Borkener Sortimentsliste) nahversorgungsrelevante Nebensortimente wie Drogeriewaren oder zoologische Sortimente. Negative Auswirkungen auf Nahversorgungsstrukturen oder zentrale Versorgungsbereiche sind durch eine entsprechende Nutzung nicht zu erwarten, vielmehr dürfte insbesondere die aktuell defizitäre Drogeriewarenversorgung in Weseke eine deutliche Aufwertung erfahren. Dies würde auch bei einer hypothetischen vollen Ausnutzung der kompletten 200 m² VKF, welche für Neben- und Randsortimente festgesetzt werden sollen, zutreffen. Insbesondere der zentrenrelevante Sortimentsanteil soll begrenzt werden. So dürfen auf bis zu max. 10% der Gesamtverkaufsfläche (also auf 135 m ² VKF) zentrenrelevante Sortimente (gemäß Borkener Liste) angeboten werden. Angesichts der

15 Seite 15 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung geringen Flächengröße erübrigt sich aus fachlicher Sicht eine weitere Ausdifferenzierung der innerhalb dieser Randsortimentsfläche zulässigen Einzelsortimente, zumal diese Größenordnung den grundsätzlichen Zielstellungen des Einzelhandelskonzepts der Stadt Borken entspricht. 2.6 Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken Teilfortschreibung Nahversorgung in Weseke Der Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes Nahversorgung Weseke ist in den vorgelagerten Planungsphasen eine Diskussion unterschiedlicher Ansiedlungsalternativen vorausgegangen. Im Rahmen der Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes sind diese Standortalternativen entsprechend aufgegriffen und bewertet worden. Der Rat der Stadt Borken hat in seiner Sitzung am das Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken Teilfortschreibung Nahversorgung in Weseke gebilligt. Damit liegt auch hier in Ergänzung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Borken ein städtebauliches Konzept gem. 1 Abs. 11 BauGB vor. Die nicht abschließende Auflistung der Beratungstermine in der lokalen Politik belegt, dass sich die örtliche Politik vor dem genannten Beschluss intensiv mit den Standortalternativen auseinandergesetzt hat. Die Meilensteine der vorangegangenen Standortentscheidung sind im Folgenden nicht abschließend zusammenfassend dargestellt: Billigung des Einzelhandelskonzeptes für die Stadt Borken, u. a. Festlegung des Zentralen Versorgungsbereiches (ZVB) für den Ortsteil Weseke, Kernaussagen: Aufwertung des Nebenzentrums Weseke zu einem Nahversorgungszentrum. Sofern innerhalb des festgelegten ZVB keine Möglichkeit zur Ansiedlung weiterer Einzelhandelsvorhaben besteht, dann soll Option bestehen, nach Prüfung auch außerhalb des ZVB eine Ansiedlung vorzunehmen Stellungnahme des Einzelhandelsverbandes WM mit der Empfehlung, dass für die Planungen der Raiffeisen-Fläche eine Verträglichkeitsuntersuchung erstellt werden soll Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes zur Erweiterung des Lebensmittel-Marktes der Ahuis Entwicklungs-GbR auf der Grundlage einer zuvor gestellten Bauvoranfrage. Die Änderungsinhalte sind zwischenzeitlich in das laufende Planverfahren eingestellt worden Vorstellung der Planungen zur Ansiedlung weiterer Lebensmittelmärkte im Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Borken: 1. Heimsoth GbR auf der Raiffeisen-Fläche: Vollsortimenter (K + K) mit qm VKF, Discounter (Netto) mit 800 qm VKF, Textil-Markt (kik) mit 525 qm VKF und 125 Stellplätze 2. WohnBau Westmünsterland eg auf der benachbarten Dues-Fläche: Discounter mit 800 qm VKF und ggf. Textildiscounter. Die Pläne werden allerdings kurze Zeit später mangels eines Betreibers zurückgezogen. Beschluss zur Durchführung einer Bürgerversammlung in Weseke.

16 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite Bürgerversammlung in Weseke mit ca. 350 Bürgerinnen und Bürgern, Vorstellung von Planungskonzeptionen. Mitteilung der Fa. Heimsoth, dass künftig die Rolle des Projektentwicklers übernommen wird und die Fa. K + K als Investor auftritt. Mitteilung der Fa. K + K, dass der vorhandene Standort (Ahuis Entwicklungs-GbR) im April 2011 aufgegeben werden soll. Öffentliche Stellungnahme von der Ahuis Entwicklungs-GbR und der Weseker Werbegemeinschaft Mitteilung Fa. REWE-Höltervenhoff, dass in näherer Zukunft keine Investitionen getätigt würden Beschluss des Umwelt- und Planungsausschusses zur Durchführung notwendiger Abstimmungen mit der Bezirksregierung und weiterer Fachbehörden, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung zu schaffen. Aufnahme der Verhandlungen zur Konkretisierung der geplanten Maßnahmen und Abstimmung der Verträge mit den Investoren/ Projektentwicklern. Beschluss zur Vergabe der Einzelhandels-Verträglichkeitsanalyse für die Errichtung eines Nahversorgungsvorhabens in Borken- Weseke Aufstellungsbeschluss zur Änderung des FNP (28. Änderung) und des Bebauungsplanes WE 8b (Lindenbuschring, 3. Änderung und Erweiterung) mit dem Ziel Schaffung von Planungsrecht zur Ansiedlung eines Nahversorgungsvorhabens auf der Raiffeisen-Fläche Landesplanerische Anfrage zur 28. Änderung des FNP (SO-Gebiete im Bereich der Raiffeisen-Fläche) bis Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zur Bauleitplanung (FNP und Bebauungsplan) Vorlage von Planungen zum sog. Lindenbuschplatz Vorstellung der Pläne Lindenbuschplatz im Rahmen einer Veranstaltung der Weseker Werbegemeinschaft. Fragen zur Projektentwicklung, zum Betreiber, zu städtebaulichen Themen und zu Grundstücksangelegenheiten bleiben unbeantwortet. Forderung an die Stadt Borken zum (Zwischen-)Erwerb der Grundstücke Hauptausschuss der Stadt Borken: Beschluss zur Fortführung Bauleitplanverfahren für den Raiffeisen-Standort, kurzfristige Beauftragung der Verträglichkeitsstudie. Weitere Konkretisierung der Planungen für den Lindenbuschplatz durch den Architekten. Kenntnisnahme, dass positiver Bauvorbescheid zur Erweiterung des K + K-Marktes erteilt wird Vorstellung der Verträglichkeitsanalyse des Büros Stadt + Handel, Dortmund zur Ansiedlung eines Nahversorgungsvorhabens. Auch unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich im Rahmen von Bauvoranfragen untermauerten Bestrebungen der ansässigen Lebensmittelbetriebe

17 Seite 17 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung (REWE und K + K) für eine Erweiterung am Standort ist eine grundsätzliche Verträglichkeit für die geplante Neuansiedlung des Nahversorgungsvorhabens auf der Raiffeisen-Fläche gegeben Beschluss des Rates der Stadt Borken aufgrund fehlender Entwicklungsoptionen zur Entwicklung des Einzelhandels innerhalb des ZVB bzw. fehlende Bereitschaft zur Subventionierung der Lindenbusch- Planungen durch Ankauf von Grundstücken und Suche eines Inverstors / Projektentwicklers: Fortführung der Bauleitplanung für die Raiffeisen- Fläche, Vorbereitung der Beschlüsse zur öffentlichen Auslegung der Bauleitplanung (FNP und Bebauungsplan) für die Raiffeisen-Fläche Bauvoranfrage vom zur Ansiedlung eines Lebensmittel SB- Marktes an der Südlohner Straße, VKF qm Beratung eines Antrages der Ahuis Entwicklungs-GbR zur Schaffung von Planungsrecht zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes an der Südlohner Straße: Beschluss, den Projektentwickler einzuladen, damit dieser Auskunft über Funktionalität des Vorhabens, zur verkehrlichen Einbindung, die Lärmentwicklung und zur Frage der Betreibersicherheit geben kann Vorstellung der Pläne Südlohner Straße und Raiffeisen-Standort durch Projektentwickler im UPA. Da nur der Projektentwickler für das Nahversorgungsvorhaben an der Raiffeisen-Fläche die geforderten Angaben (Investor- und Betreibersicherheit, städtebauliche Funktionalität, Immissionsschutz) machen kann, beschließt der UPA eine Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Borken für den Ortsteil Weseke hinsichtlich einer Ausweitung/ Änderung des ZVB für die Raiffeisen-Fläche Gespräch mit Ahuis-Entwicklungs GbR: Vorlage geänderter Planunterlagen für den Standort Südlohner Straße. Vorstellung der J. Bünting- Beteiligungs AG als möglicher Betreiber eines Markant-Marktes. Voraussetzung aus Sicht der J. Bünting-Beteiligungs AG: Vorlage eines funktionalen Konzeptes und entsprechender Verträge Anschreiben Stadt Borken an Ahuis Entwicklungs-GbR: Aufforderung zur Vorlage eines funktionalen Konzeptes und der Nachweise der Betreibersicherheit UPA: Beschluss zur Teilfortschreibung Einzelhandelskonzept Weseke Vorstellung des aktuellen Untersuchungsstandes und weiteres Vorgehen. Investor Südlohner Straße soll bis Ratssitzung Realisierungssicherheit nachweisen. Wenn absehbar keine Konkretisierung/ keine Nachweise, dann Vorhaben Raiffeisenstraße weiterverfolgen.

18 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite Rat: Beschluss zur Fortschreibung Einzelhandelskonzept Weseke Beide Vorhabenträger (Südlohner Straße und Raiffeisen-Fläche) wurden aufgefordert, bis zum Realisierungssicherheiten nachzuweisen. Unterlagen für Vorhaben Südlohner Straße nach wie vor nicht zureichend aussagekräftig. Deshalb wurde folgender Beschluss gefasst: Der Rat der Stadt Borken beschließt am nach Abwägung aller Gesichtspunkte und der vorliegenden Unterlagen eine Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes für den Standort Raiffeisen-Fläche, und beauftragt die Verwaltung, die dazu erforderlichen Planungsschritte durchzuführen. Die verschiedenen Alternativstandorte innerhalb und außerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches Weseke werden in der Teilfortschreibung Nahversorgung in Weseke wie folgt zusammengefasst und bewertet (vgl. Anlage 5): Bewertung Variante a (Lindenbuschplatz) Es können folgende Aspekte festgestellt werden: Sofern am Lindenbuschplatz oder an anderen Stellen innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches Flächenstrukturen für einen Lebensmitteldiscounter geschaffen werden könnten und dort absehbar auch ein Lebensmitteldiscounter realisiert werden kann, wäre diese Option im Zusammenspiel mit der Erweiterung der bestehenden Lebensmittelvollsortimenter eindeutig zu präferieren. Somit wären die Zielstellungen des Einzelhandelskonzeptes hinsichtlich Zentrenschutz und Reduktion von Kaufkraftabflüssen vollumfänglich erfüllt. Gleichzeitig würde mit der Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters ein maßgeblicher Beitrag zur Diversifizierung des nahversorgungsrelevanten Angebotes geleistet und eine angemessene bzw. verträgliche Dimensionierung gewährleistet. In diesem Falle wäre auch eine lebensmittelbezogene Nachnutzung der jetzigen K+K Immobilie als wahrscheinlich zu bewerten. Sofern diese Entwicklungsvariante angesichts aktueller Entwicklung realistisch erscheint, sollte auf die Planvorhaben auf der Raiffeisenfläche sowie an der Südlohner Straße gänzlich verzichtet werden. Diese Bemühungen entsprechen somit den Aussagen des Einzelhandelskonzeptes und stellen den idealtypischen Weg dar. Die Wahrscheinlichkeit der Umsetzbarkeit sollte aber gleichwohl in die Gesamtabwägung mit einbezogen werden. Nach ersten Planungen durch externe Akteure im ersten Quartal 2011 wurde die weitere Entwicklung an eine monetäre Subventionierung seitens der Kommune (durch Grundstückskäufe) und die eigenständige Suche eines Projektentwicklers durch die Stadtverwaltung gebunden. Mit Stadtratsbeschluss vom wurde diese Bereitschaft verwährt, weswegen eine mittelfristige Umsetzbarkeit des Vorhabens als unwahrscheinlich eingestuft werden muss. Darüber hinaus haben sowohl der K+K Markt als auch der REWE Markt Höltervenhoff in einer öffentlichen Mitteilung angekündigt, dass sie kurz- und mittelfristig nicht beabsichtigen ihre Erweiterungsmöglichkeiten am bisherigen Standort auszuschöpfen. Ferner plant der K+K Markt bei einem Scheitern der Projektentwicklungen auf dem Raiffeisen-Areal den Standort Weseke zu verlassen.

19 Seite 19 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Bewertung Variante b (Südlohner Straße) Die Realisierung eines Lebensmitteldiscounters am Vorhabenstandort Südlohner Straße ist aufgrund des räumlich-funktionalen Zusammenhangs zum zentralen Versorgungsbereich Weseke im Kontext des Einzelhandelskonzepts nahezu uneingeschränkt empfehlenswert. Die Realisierung eines Vollsortimenters ist hingegen nur eingeschränkt empfehlenswert, da dieser nur bedingt zur Angebotsdiversifizierung und Steigerung der Kaufkraftbindung beiträgt und stattdessen mit deutlichen Auswirkungen auf die bestehenden Anbieter verbunden wäre. Durch die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters könnte der nahversorgungsrelevante Betriebstypenmix arrondiert und infolge einer erhöhten Kundenbindung die warengruppenspezifische Zentralität langfristig deutlich erhöht werden. Zudem wäre bei einer derartigen Entwicklung die absatzwirtschaftliche Tragfähigkeit der bestehenden Vollsortimenter weiterhin gewährleistet. Der Vorhabenstandort befindet sich zwar gegenwärtig nicht innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches, birgt jedoch aufgrund seiner Lage im städtebaulichfunktionalen Zusammenhang das Potenzial zur Steigerung der Passantenfrequenzen in den gewachsenen Lagen des Ortszentrums. Im Zusammenhang mit den beiden bestehenden Lebensmittel-Vollsortimentern würde sich zudem eine optimierte Positionierung der strukturprägenden Lebensmittelanbieter an den Endpunkten des zentralen Versorgungsbereiches ergeben. Sofern diese Entwicklungsvariante angesichts aktueller Entwicklungen realistisch erscheint, sollte auf die Planvorhaben auf der Raiffeisenfläche gänzlich verzichtet werden. Für die Realisierung des Vorhabens ist jedoch gleichwohl zu beachten: Aus städtebaulicher Sicht gestaltet sich die verkehrlicher Erschließung des Vorhabenstandortes nicht optimal. Die mit einem derart gelagerten Vorhaben einhergehenden verkehrlichen Belastungen (Anliefer-/ Kundenverkehr) lassen Emissionskonflikte mit den benachbarten Grundstücken und Nutzungen erkennen. Für das Vorhaben gab es in den letzten Jahren bereits mehrfach Voranfragen, die jedoch teilweise eine konkrete inhaltliche Untersetzung bzw. verbindliche Angaben vermissen ließen. Bewertung Variante c (Raiffeisenfläche) Unter Berücksichtigung der Aussagen des Verträglichkeitsgutachtens zur Ansiedlung des Nahversorgungsvorhabens können folgende Aspekte festgestellt werden: Der neu geschaffene Lebensmitteldiscounter würde maßgeblich zu einer Sicherung und Vervollständigung der Lebensmittelangebotes im Stadtteil Weseke beitragen. Demnach könnte (auch) bei diesem Vorhaben ein Großteil der bislang abfließenden Kaufkraft discount-affiner Bevölkerungsgruppen im Stadtteil gebunden werden. Aufgrund der Standortkopplung wären die geschaffenen Fachmärkte langfristig attraktiv und lebensfähig. Es ergeben sich bei einer möglichen Vorhabenrealisierung keine unmittelbaren städtebaulich negativen Konsequenzen für den bestehenden zentralen

20 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 20 Versorgungsbereich, da es kaum Angebotsüberschneidungen gäbe und mögliche Frequenzverluste infolge der Verlagerung des Vollsortimenters durch Frequenzgewinne aufgrund der Errichtung des Lebensmitteldiscounters zumindest in Teilen kompensiert werden könnten. Für die Realisierung des Vorhabens ist jedoch gleichwohl zu beachten: Eine Neuansiedlung eines Vollsortimenters bei gleichzeitiger lebensmittelbezogener Nachnutzung des K+K Marktes würde zu nicht unerheblichen Umsatzumverteilungseffekten zu Lasten der bestehenden Anbieter führen und wahrscheinlich die Marktaufgabe des REWE zur Folge haben. Dementsprechend ergibt sich nur bei einer anderweitigen Nutzung der bestehenden K+K Immobilie eine angemessene/ verträgliche Dimensionierung. Wegen der abgesetzten Lage des Vorhabenstandortes ergeben sich nur bedingt positive Synergieeffekte zum bestehenden zentralen Versorgungsbereich, so dass das im Einzelhandelskonzept benannte Ziel der unmittelbaren städtebaulichfunktionalen Anbindung allenfalls sehr eingeschränkt erfüllt wird. Die Schlussfolgerung der vorhabenbezogenen Verträglichkeitsuntersuchung lautet demnach: Insofern korrespondiert das Vorhaben nicht mit den standortbezogenen Zielen zur Zentrenentwicklung der Stadt Borken (gemäß EHK, 2009), die eine Weiterentwicklung innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches vorsehen. Gleichzeitig entspricht das Vorhaben in Teilen den vor allem absatzwirtschaftlichen stadtteilbezogenen Empfehlungen des Einzelhandelskonzepts, da es bisher fehlende Bedarfe abdecken kann. Diese positiven Aspekte können im Rahmen einer vollumfänglichen Abwägung Berücksichtigung finden. Es wäre allerdings eine Änderung des Einzelhandelskonzeptes für den Stadtteil Weseke erforderlich, da von der prioritären Empfehlung, zusätzliche Versorgungsangebote in oder im direkten Annex zum ZVB anzusiedeln mehr als unwesentlich abgewichen würde (Stadt + Handel 2011: 40). In folgenden Ausführungen wird das Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken Teilfortschreibung Nahversorgung in Weseke daher dezidiert aufgeführt. Um eine bestmögliche Integration des Vorhabens auf der Raiffeisen-Fläche in den Einzelhandelsbestand des Stadtteils Weseke zu gewährleisten und um negative Folgeeffekte auf den bestehenden zentralen Versorgungsbereich zu vermeiden sollen in Kongruenz zu den gutachterlichen Empfehlungen und zu den Ergebnissen der Arbeitskreissitzung vom 03. April 2012 folgende Aspekte bei der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes bzw. der weiteren Planung Berücksichtigung finden: Um eine räumliche Begrenzung von Entwicklungen auf die Kernbereiche zu gewährleisten um den Planstandort zu integrieren wird die in folgender Abbildung dargestellte veränderte Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches vorgeschlagen:

21 Seite 21 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Abbildung: Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches Borken-Weseke (Zielkonzept) Ergänzende Stellungnahme zum Einzelhandelskonzept für die Stadt Borken Teilfortschreibung "Nahversorgung in Weseke" Der Bereich des Raiffeisen-Areals und die anschließenden Bereiche am Benningsweg sollen in den ZVB Weseke aufgenommen werden. Gleichzeitig soll der jetzige Teil des ZVB-Weseke im Westen (Bereich REWE-Markt Höltervenhoff bis hin zum Kirchplatz) aus der Abgrenzung des ZVB herausgenommen werden. In diesem Bereich soll demnach künftig Einzelhandel max. bis zur Großflächigkeit zulässig sein. Der dortige Besatz ist aktuell - mit Ausnahme des REWE Marktes - kleinteilig strukturiert. Insgesamt lässt der Bereich zudem die städtebaulich-funktionale Dichte vermissen, welche bspw. den Bereich der Hauptstraße kennzeichnet. Durch die beschränkten Entwicklungsmöglichkeiten (bspw. durch eine deutliche Erweiterung des REWE Marktes) ist auch eine perspektivische Bedeutungsstärkung dieses Bereiches nicht realistisch. Mit der Veränderung der räumlichen Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches in Weseke soll die künftige Funktion Wesekes als Nebenzentrum begünstigt bzw. unterstützt werden. In diesem Kontext sollen also im Rahmen der Erweiterung großflächige Einzelhandelsnutzungen realisierbar gemacht werden, da dies u. a. im Bereich des bisherigen westlichen Zentrenbereichs nicht möglich erscheint. Damit eine insgesamt verträgliche Größe des ZVB Weseke weiterhin gegeben ist, soll also parallel zu der begründeten Ausweitung im östlichen Bereich eine Zurücknahme westlich der Kirche St. Ludgerus gelegener Flächen erfolgen. Diese Veränderung ist sowohl aus städtebaulichen Erwägungen, als auch aus Gründen der vorhandenen und geplanten Einzelhandelsstrukturen als verträglich anzusehen. Weitere Gründe, die dieses Vorgehen untermauern und städtebaulich begründbar machen sind: Aufgrund der vorangegangenen städtebaulichen Entwicklung im bisherigen östlichen Zentrenbereich, des derzeitigen Bestandes an Versorgungseinrichtungen und aufgrund der vorherrschenden kleinteiligen Grundstückspar-

22 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 22 zellierungen in diesem, dann außerhalb des ZVB liegenden Bereiches, sind keine großflächigen Versorgungseinrichtungen - insbesondere auch in der Wettbewerbssituation mit der zu entwickelnden Raiffeisenfläche zu erwarten. In diesem zurückgenommenen Teil des - dann ehemaligen ZVB - sind derzeit außer des REWE-Marktes noch weitere sieben kleinflächig strukturierte Einzelhandelsbetriebe sowie fünf Betriebe mit einer zentrenergänzenden Funktion vorhanden ( vgl. Tabelle 1). Die Betriebe - hier mit Ausnahme des REWE Marktes mit rd. 450 m² VKF verfügen über Verkaufsflächen von rd. 15 bis 150 m². Durchschnittlich sind sie mit rd. 70 m² Verkaufsfläche also sehr klein dimensioniert. Zudem ist ein ansässiger Betrieb in seiner Sortimentierung als nicht-zentrenrelevant einzuordnen. In diesem Bereich soll demnach künftig Einzelhandel max. bis zur Großflächigkeit zulässig sein. Die vorhandenen Betriebe und die sich künftig möglicherweise ansiedelnden Betriebe unterhalb der Großflächigkeit werden als Einrichtungen verstanden, die die "Kernversorgung" im ZVB im Sinne einer Gebietsversorgung ergänzen können. In dieser Ortskernrandlage können sich weiterhin kleinteilig strukturierte Versorgungseinrichtungen ansiedeln. Hier liegt aber nicht mehr der Schwerpunkt der für Weseke vorzuhaltenden Versorgung. Die räumliche Priorität liegt demnach innerhalb des ZVB Weseke. Die baurechtliche Erweiterungsmöglichkeit des REWE-Marktes Höltervenhoff auf 800 qm VKF wird dadurch nicht berührt. Mit dieser Maßnahme soll einer möglichen Dekonzentration von Einzelhandelsnutzungen begegnet werden. Zudem soll somit eine Lenkung von Investitionen in die räumliche Umgebung der gewachsenen Einzelhandelslagen entlang der Hauptstraße begünstigt werden, wo sie die größtmöglichen Synergieeffekte mit dem einzelhandelsbezogenen Schwerpunkt des ZVB Weseke entfalten. Ergänzend liegen der Veränderung folgende Argumente / Begründungen zu Grunde: Es kann zunächst festgehalten werden, dass die Art der Einzelhandelsbetriebe z.t. aufgrund ihres nicht-zentrenrelevanten Hauptsortiments wenig zentrenbildend sind (u. a. Farbengeschäft, Fahrradgeschäft) und die Dichte an Einzelhandelsbetrieben deutlich geringer ausfällt als im Bereich der Hauptstraße. Zudem handelt sich hier um einige wenige Einzelhandelsbetriebe an der Borkenwirther Str. und am Schlückersring, von denen mit Ausnahme des REWE Marktes alle kleiner als rd. 150 m² sind, der Großteil sogar < 100 m² VKF. Insofern sprechen bereits die Bestandsstrukturen dafür, dass dem Bereich eine deutlich geringere Funktion im Rahmen der Zentrenbildung zukommt als der Hauptlage an der Hauptstraße. Im Hinblick auf die Angemessenheit der Rücknahme des ZVB an dieser Stelle ist anzumerken, dass die ansässigen Betriebe in ihrer Entwicklung aufgrund ihrer Betriebstypik auch außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches nicht gefährdet sind. Aufgrund des eindeutigen Fachgeschäftscharakters sind Erweiterungen der ansässigen Betriebe in die Großflächigkeit sehr unwahrscheinlich.

23 Seite 23 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Der einzige Einzelhandelsbetrieb, der aufgrund seiner Betriebstypik ein großflächiges Betriebskonzept anstreben könnte und nun außerhalb des ZVB Weseke liegt, ist der Rewe-Markt Höltervenhoff. Die Erweiterung des derzeitigen Standortes ist allerdings aus mehreren Gründen unrealistisch. Diese Gründe haben letztlich zur stadtplanerischen Entscheidung einer Ausweisung eines Sondergebietes im Bereich der Raiffeisenfläche beigetragen: Die zur Verfügung stehenden Flächen sind aufgrund der Grundstücksgröße/ -zuschnitte und der Umgebungsnutzung begrenzt. Nach Aussage der Stadt dürften die notwendigen Stellplätze bei einer Erweiterung schwer nachweisbar sein. Eine Erweiterung fand trotz des seit mehreren Jahren andauernden Diskussionsprozesses rd. um die Nahversorgungsentwicklung in Weseke nicht statt. Durch die Veränderung des zentralen Versorgungsbereiches werden die faktischen Entwicklungsmöglichkeiten der Bestandsbetriebe in dem Bereich, der nunmehr nicht mehr dem zentralen Versorgungsbereich zugerechnet wird, somit nicht wesentlich beeinträchtigt. Eine großflächige Einzelhandelsentwicklung in dem nun nicht mehr zum zentralen Versorgungsbereich gehörenden Bereich ist aufgrund der oben geschilderten Ausgangslage aktuell nicht zu erwarten. Entsprechend der konzeptionellen Zielstellungen sollte eine Bauleitplanung zur Begrenzung der Verkaufsflächenentwicklungen bei künftigem Handlungsbedarf initiiert werden (vgl. Anlage 07). Tabelle 1: Hinsichtlich Ihrer Lagezuordnung veränderte Einzelhandelsbetriebe und zentrenergänzende Funktionen Borken Weseke Art der Nutzung Firma Hauptsortiment / Betriebsart Einzelhandel Bäckerei Jägers Nahrungs- und Genussmittel Einzelhandel REWE-Höltervenhoff Nahrungs- und Genussmittel Einzelhandel Schuhhaus Schuhe/ Lederwaren Einzelhandel Kiosk-Stehcafe Nahrungs- und Genussmittel Einzelhandel Dekostube Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Einzelhandel Elektro Radke GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Einzelhandel Getränkefachmarkt Voßkamp Nahrungs- und Genussmittel Einzelhandel Farben Bosch Baumarktsortiment i.e.s.

24 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 24 zentrenergänzende Funktion zentrenergänzende Funktion zentrenergänzende Funktion zentrenergänzende Funktion Pizzeria Verona M Döner Dynasty China Restaurant Spielzentrum zentrenergänzende Tegelkamp Haarmode Funktion Quelle: Stadt + Handel, Gastronomie Gastronomie Gastronomie sonstige Dienstleistungen einzelhandelsnahe Dienstleistungen Anmerkung Planverfasser: China Restaurant derzeit Leerstand 2.7 Situation außerhalb des Geltungsbereiches Nordwestlich des Geltungsbereiches schließen Gewerbe- und Mischgebietsflächen an, die sich innerhalb des Bebauungsplanes WE 8a befinden. Wohnnutzung im Bereich Im Bree schließt nördlich an (WE 2/3). Nordöstlich schließen sich Wohnstandorte jüngeren Datums (WE 18) an. Diese sind auf ehemalig gewerblich genutzten Flächen (ehemalige Fa. Gebr. Hemming) entstanden. Östlich schließt sich Wohnnutzung zwischen Schorlemer Straße und Hoher Weg im Geltungsbereich des Bebauungsplanes WE 10 an. Im Süden befinden sich entlang des Benningweges Wohnhäuser älteren Datums. Das Gebiet im Bereich Klemens- August-Straße ist ebenfalls durch Wohnnutzung geprägt. Unmittelbar westlich des Geltungsbereiches schließt sich der Ortskern von Weseke mit seinen Versorgungseinrichtungen und Geschäften sowie der Wohnnutzungen an. 2.8 Situation innerhalb des Geltungsbereiches Der Geltungsbereich wird derzeit durch die zentral gelegene Gewerbebrache der ehemaligen Schuhfabrik Markers - auch Dues-Fläche genannt - geprägt. Bis auf garagenartige Lagerschuppen an der Westgrenze des Grundstücks sind auf dieser, für die Seniorenresidenz vorgesehenen Fläche, keine Gebäude mehr vorhanden. Rasenflächen und vereinzelt Obstbäume dominieren diesen Bereich. Im Südwesten liegt die Weberei Benning, die Damast und Tischdecken herstellt und einen Werksverkauf betreibt.

25 Seite 25 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Luftbild 2010 Südlich der Brachfläche, nördlich der Weberei Benning, schließt sich eine derzeit ungestaltete Grünfläche an, die in Richtung Ortskern südlich der Straße Lindenbuschring bis zur Klünstraße bandartig fortgeführt wird. Zwischen Holthausener Straße und Schorlemer Straße liegt der derzeitige Raiffeisen-Markt inklusive Lagergebäude, Außenverkaufsflächen und Parkplatzflächen. Hier soll das Nahversorgungszentrum entstehen. Damit ist dieser Bereich bereits deutlich durch eine Einzelhandelsnutzung vorgeprägt. Westlich des Raiffeisenmarktes befindet sich ein leerstehendes Sportstudio, in diesem Bereich sollen die Stellplätze des neuen Nahversorgungszentrums entstehen. Die Bausubstanz ist nicht erhaltenswert und wird weichen. Südlich des Raiffeisenmarktes, am Benningsweg, befindet sich ein Bereich, der zum Lagern von Baumaterialien genutzt wird. Eine städtebauliche Struktur und Ordnung fehlt derzeit. Das Plangebiet wird durch den im Süden von Osten nach Westen verlaufenden Benningsweg, die zentral davon nach Norden abzweigende Holthausener Straße sowie im Westen durch den Lindenbuschring erschlossen. Im Eckbereich Lindenbuschring/ Klünstraße ist ein Lebensmittelmarkt (K+K) mit seinen Stellplatzflächen vorhanden, der entsprechende Erweiterungsabsichten am Standort hat. Während sich aus städtebaulicher Sicht die Situation im Umfeld des Raiffeisenmarktes wenig strukturiert darstellt, sind die Voraussetzungen für die interne und äußere Erschließung gegeben. Die interne Anbindung an den Ortskern über den Lindenbuschring bzw. die Klünstraße stellt auch für den Fußgänger und Radfahrer

26 Stadt Borken Bebauungsplan WE 8b, 3. Änderung und Erweiterung Seite 26 eine direkte Verbindung zum gewachsenen Ortskern dar. Dieser Verbindungsweg ist bis auf ein ca. 70 m langes Reststück zwischen der Dues- Fläche und der Grünfläche bereits ausgebaut und stellt eine gute Entwicklungsvoraussetzung dar. 3. Städtebauliche Konzeption In Fortführung der geplanten Neuordnung im östlichen Ortskernbereich von Weseke soll mit der geplanten Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes im wesentlichen die Schaffung von Planungsrecht für die beabsichtigten Einzelhandelserweiterungen und -neuansiedlungen sowie die weitere Forcierung einer Nachnutzung ehemals gewerblich genutzter Bereiche erfolgen. Als zentrales Element dieser Neuordnung ist die Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums mit einem Lebensmittelmarkt und einem Lebensmitteldiscounter vorgesehen. Dieses Nahversorgungszentrum soll anstelle des vorhandenen Raiffeisen- Marktes auf dem ca qm großen Grundstück entstehen. Die zwei geplanten Geschäfte und die gemeinsame Stellplatzanlage werden über den südlich verlaufenden Benningsweg erschlossen. Zur angrenzenden östlichen Wohnbebauung sind die Geschäfte als Riegelbebauung geplant (s. folgende Abbildung). Grundrissplanung K+K, Netto, Architekt Umme Juni 2012 Gegenüber der Holthausener Straße ist auf einer ca qm großen Fläche die Errichtung einer Seniorenwohn- bzw. -pflegeanlage mit ca. 50 Pflegeplätzen vorgesehen. Sollte diese nicht realisiert werden, so ist auch eine andere WA/MI verträgliche Nutzung grundsätzlich möglich. Die Erschließung erfolgt über die Holthausener Straße. Nördlich davon wird die vorhandene Wohnbebauung arrondiert. Die Erschließung erfolgt von einem Stichweg aus Richtung der Holthausener Straße. Der bisher vorgesehene und noch nicht erstellte Stichweg, der vom Lindenbuschring ab-

Top Articles

Latest Posts

Article information

Author: Jerrold Considine

Last Updated: 09/21/2022

Views: 6272

Rating: 4.8 / 5 (58 voted)

Reviews: 81% of readers found this page helpful

Author information

Name: Jerrold Considine

Birthday: 1993-11-03

Address: Suite 447 3463 Marybelle Circles, New Marlin, AL 20765

Phone: +5816749283868

Job: Sales Executive

Hobby: Air sports, Sand art, Electronics, LARPing, Baseball, Book restoration, Puzzles

Introduction: My name is Jerrold Considine, I am a combative, cheerful, encouraging, happy, enthusiastic, funny, kind person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.